Personalmanagement mit Unternehmenswert: Mench

Ausgangslage

Ein Hotelbetrieb mit 12 Mitarbeitern fragt im Frühjahr 2013 Unternehmenswert:Mensch nach, weil akute Personalprobleme anstanden. Der Inhaber des Hotels fühlt sich nach 15 Jahren Selbständigkeit zum ersten Mal hilflos bei der Personalführung. Der Chefkoch wurde von Kollegen aus der Firma gemobbt, ohne dass er es bemerkt hatte. Nun steht die Frage an, wie die Stelle neu besetzen. Mit einer externen Person oder mit einem Kandidaten aus der Firma. 2 Mitarbeiter haben Interesse gezeigt, Chefkoch zu werden. Beide hält der Hotelier jedoch als Führungsperson für ungeeignet. Er selber zweifelt an seinen Fähigkeiten als Führungsperson, weil er den Mobbingvorfall nicht bemerkt hatte und dadurch einen wertvollen Mitarbeiter verloren hat.

Vorgehensweise

Ohne Probleme bekam der Hotelier einen Termin bei der Erstberatungsstelle. Der Beratungstermin fand bei ihm im Hotel statt. Führungs-bzw. Personalprobleme sind ein klarer Fall für Unternehmenswert:Mensch. Es wurde ein Beratungsscheck über 4 Tage ausgestellt, der dann eingereicht wurde und die Genehmigung der Beratung lag nach 5 Wochen vor. Nun konnte mit der Orgaconsuling GmbH auch der Beratungsvertrag abgeschlossen werden.

Der Startschuss der Beratung war ein ausführliches Gespräch mit dem Hotelier und dem Betriebsrat, um den Fall noch einmal ausführlich in allen Facetten geschildert zu bekommen. Darauf aufbauend wurde von der Orgaconsulting ein Fragebogen für die Belegschaft und den Hotelier erstellt, mit dem eine anonyme Analyse gemacht wurde, um den Ist-Zustand der Firma zu erfassen.

Darauf folgte ein ca. 1 stündiges Gespräch je Firmenmitglied und die Überlassung des Fragebogens, damit dieser in Ruhe und anonym ausgefüllt werden zu können.

Bis hierhin hatten wir über mehrere Tage 16 Stunden im Hotel gearbeitet, es waren also 2 Tage von den genehmigten 4 Tagen verbraucht.

Beides, Gespräche und Umfrage ergaben eine hohe Arbeitsbelastung durch Arbeitsintensität und lange Arbeitszeiten. Die Servicekräfte haben zusätzlich hohe Arbeitsanforderungen durch die Regulation der Emotionen, die sich aus dem Umgang mit Kunden ergibt. Insgesamt fühlen sich die Mitarbeiter über betriebliche Belange zu spät oder gar nicht informiert und teilweise von der Führung demotiviert.

Dieses Ergebnis wurde mündlich und schriftlich als erstes dem Hotelier vorgestellt und im Anschluss mit seiner Genehmigung dem Betriebsrat. In einer Informationsveranstaltung wurden dann die restlichen Mitarbeiter über die Ergebnisse informiert, mit dem Hinweis, dass nun auf diesen Ergebnissen aufbauend mit dem Chef und dem Betriebsrat Maßnahmen ausgearbeitet werden, die die betrieblichen Defizite beseitigen könnten.

Unter Berücksichtigung der finanziellen Mittel des Betriebes wurden folgende Maßnahmen beschlossen:

  • Die Stelle des Chefkochs wird mit einer Person von außen besetzt
  • Coaching des Hoteliers zur Unterstützung seiner Führungskompetenz
  • Das Informationssystem im Betrieb wird verbessert
      • Schriftliche Info-Blätter nach Bedarf
      • Regelmäßige Mitarbeiterversammlungen
  • Regulierung der Arbeitszeiten
  • Erfahrungsaustausch in den reglelmäßigen Mittwochsrunden
      • Umgang mit Kunden und Gefühlen
      • Dampf ablassen
      • Neues verarbeiten
  • Arbeitsorganisation

Bis hierhin hatten wir für die Informationsrunden und Entwicklung der Maßnahmen mit dem Betrieb an mehreren Tagen weitere 10 Stunden im Hotel gearbeitet. Es war also noch Raum für 6 weitere Stunden. Diese sollen für erste Umsetzungsschritte genutzt werden: Ersten Coaching Gespräch mit dem Hotelier über die aktuell brisantesten Themen. Begleitung der Mitarbeiterversammlung incl. Vorbereitung mit dem Hotelier. Erarbeitung und Umsetzung von konkreten Maßnahmen durch "doing on the job".

Externe Unterstützung schafft andere Perspektiven und Raum, sich auch als Inhaber zurück zu nehmen

orgaconsulting gmbh, Joseph- Haydn- Str. 27, 33604 Bielefeld; Tel. 0178 713 7790 oder 0521-9883913-0